Visas Marr

Visas Marr ist ein Charakter aus dem Star Wars computerspiel “Knights of the old Republic II”. Sie ist
eine Miraluka und Dunkle Jedi, die vom Sith-Lord Darth Nihilus ausgebildet wurde. Durch die Verbannte kehrte
sie zur Hellen Seite der Macht zurück und diente fortan der Galaktischen Republik.

Obwohl ich das Spiel bisher noch nicht gespielt habe, gefiel mir der Charakter und natürlich allen voran das
Kostüm von Visas Marr. Idealerweise ist dieses Kostüm auch in der 501st anerkannt. Von den zwei verschiedenen
Versionen des Kostüms, habe ich mich für die Spiel-Variante mit den “Puff-Ärmeln” entschieden und nicht für die
Comic-Version mit den langen, offenen Ärmeln.

Als Stoff für das Unterkleid konnte ich endlich mal den allerersten Stoff, den wir für die Galactic Marines gekauft hatten, aus dem Keller hoch holen.
Als “Schnittmuster” diente diesmal ein T-Shirt und ein langer, relativ weitgeschnittener Cord-Rock. Da der Stoff sehr stretchig ist, brauchte ich einfach nur Vorder- und Rückseite ohne irgendwelche großen Modifikationen zusammen nähen…

 

Natürlich mussten auch die Ärmel noch angenäht werden. Da ich ja so ein großer Freund von Ärmeln nähen bin, habe ich hier besonders darauf geachtet,
dass sie weit genug geschnitten sind.

 

Als Vorlage für das schwarze Oberkleid durfte wieder einmal ein schwarzes langes Kleid von mir herhalten, wie zum Beispiel auch schon bei meinem Mittelalterkleid.

Das Oberkleid zeichnet sich vor allem durch den langen Schlitz auf der linken Seite aus und im 501st-Expanded Universe-Detachment “Flagship Eclipse” wurde auch
die Oberflächenstruktur des Kleides genauer identifiziert. So, dass nicht nur die Verwendung von schwarzem Kunstleder ausreicht, sondern auch noch ein “Pinnwheel”-Muster in grau auf das Leder aufgetragen werden muss, damit es akkurat ist. Hierfür habe ich mir die Vorlage in der Größe angepasst und ausgedruckt. Zunächst hatte ich die Idee, die Vorlage dann auf Pappe zu übertragen und die Pappe als Schablone zum Sprühen der Farbe zu verwenden.

Nach einer Stunde und einer ganzen Menge an blauen Fingern, musste ich
feststellen, dass sich die Pappe des Kotobukiya-Kartons leider nicht wirklich gut schneiden ließ. Auf der Suche nach dünnerer Pappe, fiel mir dickes Fotopapier in die Hände.
Warum ich dieses nicht von Anfang an verwendet habe, weiß ich nicht, aber so habe ich das Muster auf das feste Papier ausdrucken können und musste “nur” noch die Linien ausschneiden.

Nach einem ersten Nachmittag im Bastelfieber, sah das Vorderteil des Oberkleids so aus…

Unter Verwendung der Schablone, weiterem Papier zum Abdecken und ein paar großen Schrauben, um die Schablone zu beschweren, haben wir das Kunstleder mit
Tamiya Acrylfarbe besprüht. Der Farbton ist Panzergrau oder German Grey, wie es passender Weise auf Englisch heißt. Obwohl wir eigentlich zunächst mit
Airbrush arbeiten wollten, sind wir doch am Ende bei Farbe aus einer Sprühdose gelandet.

Drei Sprühdosen und etliche Sprühdurchgänge später waren alle Kleid-Teile besprüht und das Kleid konnte endlich zusammengenäht werden. Da ich ja als Vorlage ein ärmelloses Kleid genommen hatte, musste ich nachträglich dann noch die “Mini-Ärmel” annähen und außerdem den Rollkragen mit einer Art Halskrause nachahmen.

Die Konstruktion des “Schleiers” machte ich nach dem Motto “Try and Error” und hatte nach ein bisschen ausprobieren auch die richtige Form und die richtigen Nahtstellen gefunden, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen.

Als arg schwierig gestaltete sich aber die Suche nach durchsichtigem Stoff in einer passenden Farbe. Nach langer Suche bin ich dank Michael
auf eine etwas unkonventionelle Art fündig geworden. Das goldene Muster auf dem durchsichtigen Stoff und auf dem Schleiern an sich, habe ich mit Perlen Pens gemalt. Nach einer ausreichenden Trockenzeit wird die goldene Farbe auf dem Stoff hart und bildet ein erhabenes Muster. Das durchsichtige Stück, das die Augen verbergen soll, nähte ich vorne an den Schleier an und kaschierte die Naht mit der oberen goldenen Linie des Musters. Damit der Schleier nicht zu sehr im “Fahrtwind” flattert, sorgt eingenähtes Bleiband für die Beschwerung.


Da ich keine passenden Lederhandschuhe mit langen Armen finden konnte, entschied ich mich dafür normale schwarze Lederhandschuhe zu kaufen und diese mit Stulpen aus den Kunstleder-Resten des Kleides zu verlängern. Auf diese Kunstleder-Stulpen klebte ich graue Wildleder-Bänder und trug das goldene Muster am oberen Ende ebenfalls wieder mit einem Perlen Pen auf.

Der Gürtel ist aus einfachem roten Stoff genäht und wird mit Druckknöpfen verschlossen, wobei natürlich darauf zu achten war, dass es ein “roteres” Rot als das Unterkleid war. Für die Füße nehme ich schwarze Lederstiefel, die ich schon seit Jahren im Schrank habe und die perfekt zum Gesamtbild passen. Eben dieses Gesamtbild wird mit einem weiß geschminkten Gesicht und bordeauxfarbenen Lippenstift abgerundet.

Über ebay habe ich ein Custom-Lichtschwert ersteigert, das von der Optik sher gut zm KoToR-Stil passt.

Hier ein paar bessere Bilder, die Birgit bzw. Franky auf der RPC, im Gasometer Oberhausen und im Moviepark aufgenommen haben.

 

Und noch ein Bild, in das ich eine Lichtschwert-Klinge hinein “ge-photoshopped” habe…

 

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